Blauer Hintergrund mit Pinken Bakterien

Liebe Mitbürgerinnen, liebe Mitbürger,

zunehmend wird unser Lebensalltag von dem sich ausbreitenden Coronavirus beeinflusst oder gar bestimmt. Die Reaktionen darauf fallen recht unterschiedlich aus. Viele Menschen sorgen sich sehr und haben auch Angst. Andere fühlen sich gesund, sehen die Ausbreitung der Krankheit gelassen und halten die ein oder andere Schutzmaßnahme auch für überzogen. Egal, wie wir zu dem Thema stehen, ist unstreitig, dass wir gemeinsam und solidarisch ein paar wichtige Ziele verfolgen müssen:

 

  • Es muss alles getan werden, um Ansteckungsgefahren zu reduzieren oder gar zu vermeiden. Ansteckungsketten von Mensch zu Mensch müssen wo immer es geht unterbrochen werden, damit das Virus nicht unsere älteren oder vorerkrankten Mitmenschen erreicht, für die eine Erkrankung lebensbedrohlich sein kann.

  • Je mehr Menschen infiziert werden, je schneller breitet sich die Krankheit aus. Es  besteht die Gefahr, dass jede infizierte Person wiederum mehrere andere Personen infiziert und sich so die Krankheitsfälle in kurzer Zeit vervielfachen. Durch teilweise auch sehr weitreichende Vorsichtsmaßnahmen muss so früh wie möglich alles getan werden, um eine sich vervielfachende, massive Krankheitsausbreitung zu verhindern. Eine derartige Zunahme der Erkrankungen kann fatale Folgen haben, z. B. auch eine Überforderung der Kapazitäten unseres Gesundheitssystems.

  • Viele Mitmenschen können sich nicht permanent in ihren vier Wänden aufhalten und sich gegen jedes Risiko schützen, weil sie dringend gebraucht werden um unser gesellschaftliches Miteinander und unseren Lebensstandard zu sichern. Ärzte, Personal in Alten- und Pflegeeinrichtungen, Personal in den Praxen und Krankenhäusern, Personal in den Lebensmittelgeschäften, in den Tankstellen, in den Bürgerbüros, um nur einige Beispiele zu nennen, können sich zwar schützen, durch ihren ständigen Kontakt mit anderen Menschen bleiben sie aber erhöhten Risiken ausgesetzt. Auch hier muss jeder Einzelne alles dafür tun, um gerade die Mitmenschen zu schützen, die für uns arbeiten.


Auf dem Weg zu diesen Zielen kommt auch den Mitbürgerinnen und Mitbürgern, die jung sind und sich gesund fühlen eine extrem wichtige Rolle zu. Auch wenn sie selber keine Krankheitssymptome zeigen, können sie das Virus übertragen und so ungewollt eine schwere Erkrankung bei Familienmitgliedern, Arbeitskollegen oder Freunden und Bekannten auslösen.

Um Ansteckungsrisiken zu minimieren und um Ansteckungsketten zu unterbrechen, wurden bereits eine Vielzahl an Maßnahmen ergriffen.

Vor wenigen Tagen hat unsere Landesregierung ab dem 16. März die Schließung aller Schulen und Kindergärten angeordnet. Vor dem Hintergrund der oben beschriebenen Ziele handelte es sich dabei um eine unausweichliche Maßnahme zur Vermeidung von Ansteckungsgefahren und zur Unterbrechung von Ansteckungsketten. Die Schließung betrifft unsere Schulen und unsere Kindertagesstätten in Kelberg und in Uersfeld. Dabei war allen Beteiligten bekannt und sehr bewusst, dass die Schließung nicht nur einen zeitweisen Wegfall des Unterrichts und der Betreuung zur Folge hat, sondern auch viele Familien und Alleinerziehende vor große Probleme stellt.

Leider dürfen im Regelfall zur Vermeidung dieser Probleme keine großzügigen Alternativangebote gemacht werden, weil damit die Vermeidung von Ansteckungsgefahren durch das vorübergehende Trennen von Schülern und Kindergartenkindern zumindest teilweise wieder außer Kraft gesetzt würde. Nur für die Fälle, in denen eine Betreuung zwingend ist und die Eltern einer Berufsgruppe angehören, deren Einsatz unentbehrlich ist (z. B. Ärzte, Pflegepersonal usw.) oder eine andere besondere Ausnahmesituation besteht, lässt das Land Notfallregelungen zu. Sollten Sie Fragen zu einem Notfallangebot haben, wenden Sie sich bitte unmittelbar telefonisch oder per Mail an die Schule oder die Kita. Sollten Sie dort niemanden erreichen, wenden Sie sich telefonisch oder per Mail an die Abteilung für Schulen und Kindergärten im Rathaus (Tel.: 02692-8720).

Gerne stehen wir Ihnen im Rathaus auch weiterhin für viele Dienstleistungen, Fragen und Probleme zur Verfügung. Dabei gilt es aber auch, Sie als Besucher und unsere Kolleginnen und Kollegen vor vermeidbaren Ansteckungsrisiken zu schützen. Bevor Sie das Rathaus aufsuchen, bitten wir Sie daher sehr herzlich, zunächst mit der betroffenen Abteilung unseres Hauses oder der/dem von Ihnen gewünschten Kollegin/Kollegen telefonisch oder per Email Kontakt aufzunehmen. Ganz viele Angelegenheiten lassen sich auch auf diesem Wege, ohne persönlichen Besuch im Rathaus, erledigen. Sie erreichen uns über die zentrale Telefonnummer oder über die zentrale Emailadresse

 02692 - 8720
rathaus@vgv-kelberg.de

Die Durchwahlnummern und die Mailanschriften aller Kolleginnen und Kollegen im Rathaus finden Sie unterhalb dieses Textes unter dem Button "Rathaus" - Telefonverzeichnis.

Wir freuen uns auf Ihre Anrufe und Ihre Emails und helfen Ihnen gerne, soweit erforderlich natürlich auch persönlich im Rathaus.

Ich wünsche Ihnen in dieser schwierigen Zeit alles Gute, vor allem Gesundheit.

 

Ihr Bürgermeister
Johannes Saxler

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